Empathie, Sensibilität im Umgang mit Mitarbeitern und trotzdem seinen „Mann“ stehen – alles Eigenschaften von weiblichen Führungskräften, die sie von den männlichen Berufsgenossen unterscheiden. Doch auch sie kämpfen mit den üblichen Problemen im Gastronomie-Alltag. Doch was meinen die Frauen der Branche selbst dazu?

Aber was machen Frauen in gastronomischen Führungspositionen vielleicht wirklich besser als die männlichen Kollegen?

Rosi Schipflinger: Frauen sind vorausschauender und es immer etwas mehr Gefühl dabei – wir haben meistens auch mehr Geduld und Überblick.

Lisa Mauracher: Frauen haben einen einfühlsameren und doch klaren Führungsstil, der im jetzigen Zeitgeist sehr gefragt ist. Der Mensch und seine Werte stehen im Mittelpunkt.

Christina Mauracher: Die Kunst in der Geschäftswelt ist es, die rationale und die Gefühlsseite zu kombinieren. Frauen haben es für mich ein wenig leichter, sich in beide Welten hineinzudenken.

Traudi Sigwart: Frauen sind teamorientierter, bodenständiger und haben mehr Einfühlungsvermögen, sie haben die Feinsensorik einfach im Blut.

Zusammenfassend sind es also eher die Soft Skills, über die sich Frauen definieren – gute Führungsqualitäten, Empathie, Sensibilität im Umgang mit Mitarbeitern. Alles Eigenschaften, die aktuell sehr gefragt sind.

Aber mit welchen Problemen kämpfen die Frauen im Arbeitsalltag und woran scheitern sie vielleicht manchmal?

Cornelia Wibmer: Mitarbeiterführung ist eine der größten Herausforderungen im Arbeitsalltag. Die passenden Mitarbeiter zu finden und zu schulen, die Interessen von Betrieb und Mitarbeitern unter einen Hut zu bringen, setzen tägliches Know-how voraus.

Traudi Sigwart: Die Branche ist sehr männerorientiert und Männer wollen oft nichts von Frauen annehmen, das sorgt häufig für Probleme und manchmal auch Unstimmigkeiten.

Lisa und Christina Mauracher: Frauen führen ganzheitlicher als Männer. Vom eigenen Businessgedanken bis zum Mitarbeiterbedürfnis. Hier liegt viel Luft dazwischen. Trotz der Herausforderungen immer dran zu bleiben und einen langen Atem zu bewahren.

Bilder: privat, Martin Lugger, Kraus Katharina, Markus Mitterer, Christoph Ascher

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