Auch in Niederösterreich sind wir fündig geworden. Für die Gulaschwirtin Ursula Prosni haben alte Rezepte einen besonderen Reiz. „Die Nachfrage nach diesen Schätzen, wie unserem Gulasch, dem Apfelstrudel und vielen anderen Rezepten aus Omas Zeiten sind sehr groß. Heute, wo die Menschen oft keine Zeit haben, gewisse Speisen selbst zuzubereiten, werden selbstgemachte bodenständige Speisen sehr geschätzt und mit Freude gegessen. Immer mehr junge Leute und Familien kommen zu uns und freuen sich über ein Schnitzel aus der Pfanne und eine echte Rindsuppe sowie den hausgemachten Mehlspeisen.“ Das Gulaschrezept, das sie uns mitgebracht hat, stammt von ihrer Großmutter Anna. „Speziell beim Gulasch wird man an füher erinnert, wie es bei Mama oder Oma zuhause, geschmeckt hat“, so die Gulaschwirtin.

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Gulaschrezept Ursula Prosini
Zutaten für 4 Portionen

1 kg Rindfleisch (Wadschinken, Schulter oder Hals)
1 kg Zwiebeln
Schmalz
4 Zehen Knoblauch
Chili
edelsüßer Paprika
getrockneter Majoran
Kümmel
Salz
Mehl

Zwiebeln schälen und kleinwürfelig schneiden. Schmalz erhitzen, Zwiebeln darin langsam, aber durchaus dunkel rösten.

Paprika und würfelig geschnittenes Fleisch einrühren.

Mit Majoran, Kümmel, gepresstem Knoblauch und Salz würzen. Mit so viel Wasser aufgießen, dass das Fleisch gerade nicht bedeckt ist.

Fleisch weich dünsten (dauert zwei bis drei Stunden).

Mit Mehl stauben und mit gemahlenem Chili abschmecken.

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Die Schnuraus- oder Hoamfoahr Krapfen können warm aber auch kalt gegessen werden, sind im Ennspongau bekannt und wurden früher nur zu besonderen Anlässen (Hochzeit, Taufen) zubereitet. Dieses Rezept ist ein altes Familien Rezept (etwas verfeinert) und wird von Generation zu Generation weitergegeben.

Schnuaraus oder Hoamfoakrapfen
Zutaten für 4 Portionen

Teig:
500 g Mehl
Knapp ¼ l Milch
4 Dotter
50 g Butter
60 g Zucker
1 Pkg. Trockenhefe
1 TL Salz
2 EL Rum
abgeriebene Schale einer Zitrone, 1 Prise Vanillezucker

Zum Backen:
1,5 l frisches Sonnenblumenöl zum Backen
500 g Butterschmalz (geklärte Butter) für Herstellung der Eierfransen

Fülle:
250 g Korinthen (Einbeeren)
4 cl. Rum
Zucker nach Belieben
Unbehandelte Orangenschale
Eierfransen
4 Eier
1 Fingerspitze Mehl

Weinbeeren mit 4 cl. Rum, 2 Esslöffel Wasser, Zucker und abgeriebener Orangenschale marinieren und sechs Stunden ziehen lassen.
Gesiebtes, erwärmtes Mehl mit der zerlassenen Butter, der lauwarmen Milch, der Trockenhefe und den übrigen Zutaten zu einem weichen Teig verarbeiten und 20 Minuten gehen lassen. Danach wieder abarbeiten (abschlagen), ca. 80 g schwere Stücke abstechen und zu kleinen Kugeln formen. Diese Kugeln mit dem Nudelholz ca. 1 cm dick auswalken (auswalzen), mit den marinierten Weinbeeren fülle, zusammenklappen und mit einem Krapfen-Ausstecher (8 cm) ausstechen. Krapfen aus der Pfanne nehmen, abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit werden 4 Eier mit einer Fingerspitze Mehl in einer Schüssel fest verschlagen (verquirlt).In einem Topf (ca. 17 cm Durchmesser) wird das Butterschmalz erwärmt. Die ausgekühlten Krapfen werden einzeln in die Eiermasse getaucht, dann lässt man sie über dem Topf abtropfen, wobei sich Fäden bilden. Mit flinken Handbewegungen erzeugt man mit diesen Fäden im – nicht zu heißen Fett – eine Art Netz (Eierfransen). Anschließend legt man die Krapfen auf dieses Netz, dreht sie rasch um und nimmt sie verziert mit den Eierfransen, aus dem erhitzten Butterschmalz. Nach dem Anrichten werden die Krapfen mit Staubzucker bestreut.

 

 

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