Welche Leistung dahinter steckt, damit das Essen auf die Hütten kommt, wurde im ersten Artikel bereits aufgezeigt. Doch auch die touristischen Kernzonen mitten in Innenstädten stellen eine große Herausforderung dar und zeigen, was moderne Logistik im Gastronomiegroßhandel heute alles können muss.

Auch in der Wiener Innenstadt ist es nicht viel leichter
Einbahnen, gesperrte Flächen und Staus sind die gängigen Herausforderungen in der Wiener, aber auch in der Grazer oder Innsbrucker Innenstadt. Verschärfende Lieferrestriktionen wie eingeschränkte Zeitfenster, Lärmschutz oder die schwierige Belieferung in Fußgängerzonen tun ihr Übriges und machen das Chaos perfekt, wenn nicht im Vorfeld akribisch geplant und organisiert wird – und dann doch noch ein Funken Flexibilität bei der Zustellung vorhanden ist. „Wir setzen seit Jahren ein Tourenplanungsprogramm (OPTITOOL) ein, das voll in unsere Geschäftsabläufe im ERP integriert ist. Alle verplanten Aufträge überspielen wir in die LKWs und diese werden von unseren Kraftfahrern bei der Auslieferung quittiert. Damit haben wir einen aktuellen Überblick über den Status unserer Auslieferungen und können alles Weitere perfekt danach ausrichten!“, zeigt sich Heimo Krammer, Logistikleiter Eurogast Kiennast, stolz. Er und sein 130-köpfiges Logistik-Mitarbeiterteam beliefern täglich Kunden im Großraum Wien und Niederösterreich – von der kleinen Buschenschank in Niederösterreich bis hin zur Justizanstalt Wien oder dem Bundesheer. Und auch hier zeigt sich eines wieder: Die Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg. „Durch die Erfahrung und Einsatzbereitschaft unseres Teams können wir sehr individuell und professionell auf jeden Fall reagieren. Wir wollen unsere Kunden zu 100 % zufriedenstellen und immer wieder überraschen!“

Wenig Platz und viele Touristen
Eine besondere Herausforderung ist immer der erste Bezirk in Wien. Bei der Belieferung von Julius Meinl am Graben beispielsweise können die LKWs maximal 40 Minuten stehen bleiben – in dieser Zeit muss mit einem schmalen Aufzug alles in den Keller gebracht, ausgeräumt und in die richtigen Abteilungen verstaut werden. „Und wer weiß, wie die Keller in alten Häusern in der Innenstadt aussehen, der kann sich vorstellen, dass es dort nicht nur eng, sondern manchmal auch richtig stressig wird!“, berichtet Heimo Krammer.

Hochbetrieb zwischen Weihnachten und Silvester
Damit die Bestellungen unkompliziert, schnell und flexibel geliefert werden können, bedarf es neben erfahrenen Mitarbeitern und der entsprechenden Logistik auch eine perfekte Ausstattung. „Wir beliefern unsere Kunden in ganz Österreich ausschließlich mit eigenen, hochmodernen Frische-LKWs, sodass die Bestellung verlässlich und in perfekter Qualität ankommt“, berichtet Susanna Berner, Geschäftsführung Eurogast, stolz. Jeder der 135 Frische-LKWs ist mit einem modernen Drei-Kammer-Kühlsystem ausgestattet. Dadurch werden die bestellten Lebensmittel zu jeder Jahreszeit bei perfekten Temperaturen transportiert. Der Tourenplan ist so organisiert, dass kurzfristige Notfall-Lieferungen möglich sind – natürlich auch außerhalb der Öffnungszeiten und sogar an Feiertagen.

Wir beliefern unsere Kunden in ganz Österreich ausschließlich mit eigenen, hochmodernen Frische-LKWs.

Gerade im Winter ist die tägliche Belieferung der Gastronomie oft eine Herausforderung: In höheren Lagen erfolgt sie teilweise sogar über die Skipisten hinweg. Auch wenn in Wien einmal Schnee liegt und die Stadt zum völligen Stillstand kommt, können Schwierigkeiten entstehen. „Zwischen Weihnachten und Silvester wird durchgearbeitet und unsere Mitarbeiter haben versetzt frei. Nur so können wir die tägliche Belieferung in der für den Tourismus wichtigsten Saison mit frischen Produkten gewährleisten!“, berichtet Helmut König abschließend.

 

Bilder: Eurogast Riedhart (1)

 

 

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