Steinbockzentrum, Tirol

Stall mit Auszeichnung
Das Tiroler Steinbockzentrum beherbergt im Dachgeschoß eine Dauerausstellung zu den Themen Steinbock und Hochgebirgsjagd. Von dort aus gelangt man zu einer Aussichtsterrasse und zur Brücke direkt zu den Murmeltieren und zum Steinbockgehege. Im Erdgeschoß serviert das Restaurant Ansitz passend zum Haus regionale Küche. „Meine Gäste bekommen bei mir den Pitztalburger mit heimischem Rindfleisch und Brot der Bäckerei Schranz“, nennt Pächter Lukas Füruter ein Beispiel. Aufgetischt wird in der behaglichen Zirbenstube und auf der Terrasse mit beeindruckendem Talblick. Der Gastronomiebereich steht auch für Schulungen offen. Zur Gaststätte gehört eine vorgelagerte Westterrasse. Gut von dort aus einsehbar befindet sich ein Spielplatz.
www.steinbockzentrum.tirol

 

Mari Pop Hotel, Tirol

Generationenwechsel mit Statement
Vom Pop-up-Hotel im elterlichen Grillhof bis zum Mari Pop Hotel: Silvia Gschösser und Markus Rist präsentieren in Ried im Zillertal ein einzigartiges Gastronomie-und Hotelprojekt. Um zu klären, was ein Generationenwechsel im alpinen Tourismus für Potenzial birgt, gab es für die Kommunikationswissenschaftlerin Silvia Gschösser und Markus Rist, gelernter Koch und Konditor sowie Inhaber, nur eine Lösung: „Bevor wir einen großen Umbau planen und das Hotel langfristig neu gestalten, brauchen wir eine Testphase.“ Das Paar läutete mit ihrem Pop-up-Projekt, in Zusammenarbeit mit den Architekten von Build_Inc., die Generalsanierung ein. Zum Auftakt haben sie den Zillertaler Grillhof der Eltern von oben bis unten weiß gestrichen. Wo heute das Mari Pop Hotel steht, leuchtete von Dezember 2017 bis April 2019 der Schriftzug „Pop Down“. Bei den Umbauarbeiten hat man lediglich die Wände der ehemaligen Gästezimmer durchbrochen. Details, wie die Waschbecken in den Zimmern, blieben erhalten. Herzstück war das Restaurant mit seiner langen Tafel über drei Stockwerke.

Der Tisch war in Tirol seit jeher Dreh- und Angelpunkt des Familienalltages. Diese Kultur des „Treffens und Austauschens“ der Wirtshäuser bleibt man im Mari Pop mit Konzerten und Kulturevents treu. Für Brunch und Dinner hat das Haus weiterhin für alle geöffnet. Das ursprüngliche Gebäude erscheint heute in neuem Gewand: Komplett umbaut, wurde die tragende Grundstruktur aber erhalten. Alle 45 Zimmer ergänzt fassadenseitig eine Holzkonstruktion mit zusätzlichem Wohnraum.
www.maripop.at

 

Döllerer, Salzburg

Symbiose von Wirtshaus und Fine Dining
In Golling nahe Hallein vereint die Familie Döllerer moderne Wirtshauskultur mit einem Gourmetrestaurant im originalgetreu restaurierten Gemäuer. Ursprünglich bestand der Familienbetrieb aus Metzgerei und daran angegliedert einer Wirtschaft. Darunter liegt bis heute ein originaler, alter Weinkeller. Bereits in den 1980er-Jahren beschloss Hermann Döllerer, sowohl ein Wirtshaus als auch ein Gourmetrestaurant anzubieten. Damals hatte man sich bereits einen guten Ruf erkocht. Gleichzeitig sollten langjährige Stammgäste im Wirtshaus, Radlfahrer und Wandersleute, die einfach auf einen Eiskaffee einkehrten, bleiben.

„Wir wollten nach wie vor eine Gastronomie für alle Bedürfnisse sein“, erklärte Andreas Döllerer, Sohn von Hermann Döllerer, Hauben- und Fernsehkoch sowie Küchenchef. Daher war die Trennung in Wirtshaus und Gourmetrestaurant unter der gemeinsamen Klammer „Döllerers Genusswelten“ der optimale Schachzug. Eine Küchencrew, zwei Speisekarten, zwei Ambiente, vereint im alten Gemäuer. Hinter dem Wirtshaus befindet sich heute das Fine-Dining-Restaurant mit 18 Punkten im Gault&Millau und drei Hauben. Das Wirtshaus trägt ebenfalls stolze zwei Hauben. Die Küche dort ist traditioneller, aber doch raffiniert. Die unterschiedlichen gastronomischen Konzepte unterstreicht die voneinander abweichende Innenarchitektur. Während vorne die Gaststuben traditionell gehalten sind mit gedrechseltem Holzmobiliar, Kachelofen und Lüftlmalerei, ist das Gourmetrestaurant im hinteren Bereich elegant und festlich geprägt. Hier sind die Hingucker die extravaganten Lampenschirme über prächtig eingedeckten Tischen, alles in dezenten Farbtönen gehalten. Als Kontrapunkt leuchten großflächige, moderne Kunstwerke an den Wänden. Ein verbindendes Element zum Holzcharakter des Wirtshauses ist die Gestaltung der Wände in reliefartigem Holz. Die Gaststube im vorderen Bereich wirkt übrigens ebenfalls keineswegs altmodisch. Hohe Gewölbedecken und große Fenster bringen Licht und Luft in die Räume.
www.doellerer.at

 

© TVB Pitztal, Thomas Schrott / Austria photo, Martin Kaufmann / Christof Wagner

Weitere Beiträge