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Es liegt in der Natur der Aufgabe, dass F&B-Manager Florian Kuntner auf Schloss Pichlarn nichts dem Zufall überlässt.

Text: Michael Rathmayr

Konfusen Geistern mag Solches den Angstschweiß auf die Stirn treiben – für Florian Kuntner ist es willkommener Arbeitsalltag: im Lager und am Bildschirm Warenbestände abgleichen, Bestellungen rausschicken, dabei stets die dynamischen Zimmerbelegungen und kommenden Veranstaltungen im Blick behalten. Kuntner bringt das geeignete Nervenkostüm für den Job mit, mehr noch: Mitunter sei für ihn gerade dieser Teil seiner Arbeit, Einkauf und Logistik, ein Quell der Genugtuung – die Übersicht zu behalten, eben dafür zu sorgen, dass auf Schloss Pichlarn im Ennstal am Ende alles reibungsfrei in Szene gehen kann.

So ganz will Florian Kuntner den Kontakt zu den Gästen aber nicht verlieren. Immer wieder hilft er bei Aperitifs mit, springt bei Krankenständen unter seinen rund 50 Mitarbeitern in Service und Küche ein oder hilft beim spontanen Umbau mit, wenn die Hochzeitsgesellschaft auf der Terrasse von einem Regenguss überrascht wird.

 

Kein Kindergeburtstag

110 Zimmer, Hochzeiten, Tagungen, Lindenkirtag und was nicht alles mehr an Events gehen backstage deutlich über den sprichwörtlichen Kindergeburtstag hinaus. Ende Juli, am Eröffnungsabend der legendären Oldtimerrallye „Ennstal-Classic“, galt es, 400 Gäste zu bewirten. Die Buchungslage ist – wie auch im vergangenen Sommer – sehr gut, das Fünf-Sterne-Hotel an vielen Wochenenden mit rund 200 Hausgästen restlos ausgebucht.

Wenn Kuntner nicht in seinem Büro an Konzepten, Dienstplänen und Bestellungen sitzt oder zwischendurch, Handy am Ohr, die Terrasse der Bar eindeckt, ist er möglicherweise im Lager in den Katakomben zu finden, ordnet Waren zu, überprüft Lagerbestände. Auch dafür legt er das Sakko beiseite und selbst Hand an – müsste er nicht, will er aber, weil er es einfach als Teil seiner Aufgabe ansieht.

Neben dem hoteleigenen Restaurant fällt auch das „19“, das Restaurant zum direkt am Hotelgelände liegenden, verpachteten Golfplatz, in Kuntners Verantwortung. Die Gäste im Schloss Pichlarn kommen zum Golfen, zum Wellnessen, Wandern, Radfahren. Die meisten bleiben für ein langes Wochenende, manche auch für mehrere Wochen.

 

Alte Bekannte

Das historische Haus in Aigen im Ennstal, seit 1972 als Hotel geführt und seit Anfang dieses Jahres im Besitz der Salzburger Imlauer Hotelgruppe, kennt Florian Kuntner in- und auswendig. Direkt unterhalb vom Schloss in Schlattham aufgewachsen, hat er hier Koch/Kellner gelernt. Nach einigen Jahren unterwegs in der österreichischen Vier und Fünf-Sterne-Gastronomie, kehrte er 2016 samt einem ganzen Strauß an Erfahrungen zurück in die Heimat und ins Schloss Pichlarn. Am Salzburger WIFI absolvierte er noch die Ausbildung zum F&B-Manager, seitdem laufen die Fäden der Schlossgastronomie bei ihm zusammen.

In seiner eher knapp bemessenen Freizeit geht Florian Kuntner Wandern, Radfahren, trifft seine alten Freunde – auch das ein Bonus an der Rückkehr in die alte Heimat. Oder er macht eben das, was sonst alle bei ihm machen: Urlaub. Im letzten Jahr am Gardasee, erstmals im Zelt unterwegs, ganz spartanisch. „Super war das – für mich perfekt zum Abschalten.“

 

Über die Zusammenarbeit mit Eurogast

Ursprünglich hat Florian Kuntner Eurogast als Partner herreingeholt, weil ihm Regionalität eine Herzensangelegenheit ist, auf die er als F&B-Manager in vielen Bereichen setzt. Nach den ersten Jahren der Zusammenarbeit lobt er vor allem das flexible Miteinander: „Wenn uns wochenends doch einmal etwas auszugehen droht, finden wir dank Eurogast immer eine Lösung.“

 

© Michael Rathmayr

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