Obwohl interessierte und gespannte Blicke auf die neuen Trends in der Eiswelt geworfen werden, bleibt Österreich der klassischen Eiscreme treu. Ausgefallenheit, Regionalität und Einzigartigkeit werden dabei aber ganz groß geschrieben.

 

Ausgefallene Auswahl
„Für einen einzigartigen Eisgenuss braucht es mehr als Vielfalt.“ – Dieser Meinung ist der Geschäftsführer von Buburuza Eis, Andreas Resch. Fachlich qualifiziertes Arbeiten, Regionalität und hochwertige Rohstoffe sind in dem Eissalon in Steyr das A und O. Die eine oder andere Eissorte erscheint auf den ersten Blick durchaus außergewöhnlich – karamellisierte Grammeln, Apfel-Sellerie oder auch Mostbirn. „Wir möchten unsere Gäste damit nicht schocken – die speziellen Zutaten sind sozusagen das Salz in der Suppe“, erklärt Resch. Schließlich steckt auch eine fachliche Begründung dahinter: Die Grammeln haben ihren Ursprung in der böhmischen Mehlspeisenküche, die eine noch längere Tradition aufweist als das Creme-Eis selbst.

 

 

Regionale Raffinesse
„Obwohl wir sehr mit der Region und der Natur verbunden sind, versuchen wir immer wieder, besonders raffinierte Eissorten auf unsere ganz spezielle Art und Weise anzubieten“, erklären Babsi und Daniel Habicher, Inhaber von Oberlandeis. So findet man auf ihrer Eiskarte die Sorte Bergkräuter-Eis oder auch – für kurze Zeit – Eiscreme aus Almrosenblüten. Für Gastronomen werden spezielle Gewürzeis-Sorten kreiert. Diese schmecken nach Thymian, Rosmarin oder sogar Chili und runden Menüs mit ihrer erfrischenden Komponente perfekt ab. „Sehr stolz sind wir auf unser Drei-Länder-Eis. Es vereint Mascarpone, Toblerone-Stückchen und Honig, also Köstlichkeiten aus Italien, der Schweiz und Österreich, und zählt auch zu meinen persönlichen Favoriten“, so Daniel Habicher.

 

 

 

Einzigartige Eiskarte
„Die unterschiedlichsten Trends flammen nur kurz auf. Was bleibt, ist die traditionelle Eiscreme“, erklärt Markus Auer, Inhaber der Bellaggio Gelateria. In der Eisvitrine des Lokals findet man 24 unterschiedliche Sorten an täglich frisch zubereitetem Eis. Dabei haben sowohl Klassiker als auch etwas ausgefallenere Varianten ihren Platz auf der Eiskarte. Bezüglich der neuen ausgefallenen Trends vertritt Auer einen klaren Standpunkt: „Diese spektakulären Verfahren, Eis zu produzieren, sind schon spannend. Für einen Betrieb wie uns rentiert sich das Aufspringen auf diesen Zug jedoch nicht.“
Stattdessen bringt die Gelateria durch ihre große Vielfalt und ihre einzigartigen Sorten Leben in das Geschäft mit der Eiscreme.

 

Bilder: Buburuza Eis, Oberlandeis, Bellaggio

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