Yotam Ottolenghi ist weltbekannt für seine facettenreichen Spezialitäten und als der herausragende Vertreter der levantinischen Fusionsküche. Auch für Eurogast führt daher kein Weg an ihm und seinen Kochtöpfen vorbei. Der Israeli mit deutsch-italienischen Wurzeln betreibt in seiner Wahlheimat London das Restaurant NOPI und mehrere Delis. Sechs Kochbücher hat er schon herausgebracht, allesamt vegetarisch. Sein Kochstil ist geprägt von Einflüssen des Mittleren Ostens und dem Geschmack der libanesischen, syrischen, türkischen, iranischen, israelischen und armenischen Küche. Das bedeutet: frisches Gemüse und Kräuter, viele Gewürze und einfache aber erfinderische Kombinationen. „Ich mag es, einem Gericht außergewöhnliche Zutaten hinzuzufügen. Kräuter zum Beispiel verdienen es, viel großzügiger verwendet zu werden“, erzählt Ottolenghi.

Exotische Zutaten

Seine Zutatenlisten sind daher stets lang und nicht immer einfach zu verstehen, da er viele exotische Gemüsesorten und Gewürze verwendet. „Aktuelle Must-haves sind Kreuzkümmel, Miso (fermentierte Bohnenpaste), Freekeh (unreif geernteter Weizen), Urfa Chili und Granatapfelsirup. Und natürlich Schwarzer Knoblauch!“, lacht der Spitzenkoch. Warum die levantinische Küche im Vergleich zur französischen oder italienischen vielen noch kein Begriff ist? „Die nahöstliche Küche hat die gleiche Fülle an Zutaten und Zubereitungsarten wie andere Küchen. Aber sie hatte einfach nicht so viel Aufmerksamkeit“, lautet seine Erklärung. Mit steigender Anzahl der Vegetarier und Veganer weltweit beginnt sich das Blatt jedoch zu wenden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder: John Carey, NOPI

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