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Zuständig für Einkauf und IT, ist Günter Seeber rund um die Uhr erreichbar. Sein umfangreiches Wissen in vielen Bereichen des Unternehmens macht ihn nach 18 Jahren bei Eurogast Zuegg unentbehrlich.

Text: Theresa Kleinheinz

Im Alter von vier Jahren bekam Günter Seeber seinen ersten Computer. Noch immer erinnert er sich, welche Tasten er einst bedienen musste, um sein Lieblingsspiel auf dem Commodore 64 zu starten. „Damals habe ich zwar noch nicht genau gewusst, was ich mache, es hat aber funktioniert“, blickt der gebürtige Lienzer nostalgisch zurück. Heute weiß er genau, was zu tun ist. Denn der 39-Jährige leitet neben dem Einkauf auch das gesamte IT-System von Eurogast Zuegg.

„Ohne ihn würde der Laden nicht mehr laufen“, sagen die Kollegen. Denn das Computersystem durchzieht alle Bereiche – vom Einkauf über die einzelnen Abteilungen bis hin zur Geschäftsführung. Dem gesamten Arbeitsteam steht Günter Seeber mit Rat und Tat zur Seite: „Falls irgendwo Probleme auftreten, muss ich schnell reagieren – auch abends und am Wochenende“, erklärt der IT-Fachmann.

 

Liebe zum Tüfteln

Dass solche Herausforderungen auftreten und sein Job nicht von Minute zu Minute planbar ist, gefällt dem Osttiroler. Prozesse erkennen, Probleme identifizieren und Lösungen finden – das macht ihm Spaß. Aktuell arbeitet er an einer großen Softwareumstellung, die ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen wird. Nicht nur in der Technik muss Seeber sich auskennen. Er muss auch wissen, wie er die rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das neue System heranführt, sodass der Übergang reibungslos abläuft. Günter Seeber blickt diesem Prozess als Einmannteam mit Spannung und Vorfreude entgegen. Im Laufe der Jahre hat er viele Betriebssystemumstellungen und Softwareänderungen mitgemacht. „Die IT-Landschaft ist ständig im Wandel, da muss man immer am Ball bleiben“, erklärt er.

Beigebracht hat sich Günter Seeber das meiste selbst. „Wer in diesem Bereich tätig ist, muss auch eine Affinität fürs Tüfteln mitbringen.“ Hier treffen sein privates Interesse und die beruflichen Aufgaben aufeinander: „Ich hole mir Infos aus Fachmedien und tüftle zu Hause herum.“ So wie die Leidenschaft für den Computer bei ihm bereits als Vierjähriger entstanden ist, erkennt er sie heute bei seinen eigenen Kindern. „Das muss wohl in der Familie liegen“, lacht der zweifache Vater. Seine freien Stunden verbringt er am liebsten mit Familie und Freunden. Dann trifft man ihn beim gemeinsamen Wandern oder Radfahren in den Osttiroler Bergen.

 

Der Tausendsassa

Günter Seeber selbst hat sich für einen Weg abseits des eigenen Familienbetriebes entschieden. „Als Einziger unter fünf Geschwistern bin ich nicht in der elterlichen Gärtnerei in Lienz tätig“, bemerkt er. Nach Abschluss der Handelsschule und unmittelbar nach dem Zivildienst startete er als 22-Jähriger bei Eurogast Zuegg ins Berufsleben. An seinen ersten Arbeitstag erinnert er sich genau: „Zur Einschulung war ich hinten im Lager, um das Sortiment kennenzulernen. Es hat ein wenig Zeit gebraucht, bis ich mich unter den tausenden Produkten zurechtgefunden habe“, blickt der 39-Jährige auf seine Anfangszeit zurück. Doch wohlgefühlt hat er sich von Beginn an. „Gleich am ersten Tag hat man gemerkt, dass es ein familiär geführtes Unternehmen ist.“

Pünktlich mit dem Zubau des neuen 110 Quadratmeter großen Bürogebäudes am Eurogast-Standort in Nußdorf-Debant begann Günter Seeber mit seinem ersten Job in der Verwaltung des Gastronomiegroßhändlers im Jahr 2003. Mittlerweile zählt seine Karriere bei Eurogast Zuegg 18 Jahre. Wer glaubt, er hat mit den IT-Aufgaben seinen Job getan, irrt. Günter Seeber leitet den Einkauf und hat damit den Überblick über ein Produktsortiment von rund 15.000 Artikeln. Auch das Erstellen von Flugblättern, Vereinbaren von Aktionen und Auswählen neuer Artikel gehören zu seinen Agenden.

Im Austausch mit den anderen Einkaufsleitern der Eurogast-Partner ist er zudem regelmäßig in ganz Österreich unterwegs. Momentan zwar noch im virtuellen Raum, sobald es möglich ist, freut er sich allerdings wieder auf den persönlichen Austausch. „Denn Verkostungen über Videokonferenzen durchzuführen, ist schwierig“, schmunzelt Günter Seeber.

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© Axel Springer

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