Neben herkömmlichen, klassischen Kartoffelgerichten findet man in Frankreich ein Juwel unter den Knollen. Sie ist die wohl teuerste Kartoffel der Welt – die Kartoffel Bonnotte. Auf der gerade einmal 50 Quadratkilometer großen Atlantikinsel Noirmoutier wächst die Luxuskartoffel unter perfekten Bedingungen. Die salzige Luft vom Meer hält Schädlinge und Krankheiten fern. Bereits im Herbst werden die Felder mit Seetang und Meerwasser gedüngt, was der Kartoffel ihren einzigartigen Geschmack verleiht.

 

Die Knolle ist auf den ersten Blick nicht von den herkömmlichen Kartoffelsorten zu unterscheiden. Betrachtet man sie jedoch genauer, erkennt man, wie empfindlich die außergewöhnliche Knolle ist. Die Schale der Bonnotte ist viel dünner und die Knollen der Pflanze bleiben an den Wurzeln haften, auch wenn sie reif ist. Schon bei kleinen Beschädigungen beginnen die besonderen Erdäpfel zu gammeln. Daher werden sie von Bauern per Hand mit größter Vorsicht ausgegraben, was ein Grund für den hohen Preis ist. Ein weiterer ist die große Nachfrage nach den jährlichen 100 Tonnen der edlen Rarität.

„Die Bonnotte ist wirklich fantastisch und ohne Frage qualitativ das Beste, was man bekommen kann. Es ist daher umso erfreulicher, dass wir über unseren Partner, die Firma Niederwieser, jedes Jahr eine gewisse Menge der einzigartigen Kartoffel anbieten können“, erklärt Andrea Speckbacher, Geschäftsführerin von Eurogast Speckbacher.

„Neben der Tatsache, dass sie die teuerste Kartoffel ist, ist sie mit Sicherheit auch die cremigste. Sie zergeht geradezu auf der Zunge. Einmal verkostet – und man ist ihr verfallen“, beschreibt Patricia Niederwieser, Geschäftsführerin der Niederwieser Convenience GesmbH, die Bonnotte. Gourmets bieten bei Auktionen in Paris und Brüssel bis zu 500 Euro pro Kilogramm für die wohl wertvollste Kartoffel der Welt.

 

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